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Auf meiner  Internetseite stelle ich euch Barhufbearbeitung nach dem Vorbild der Natur vor. Nach und nach werde ich hier Texte und Fotos zu:

natürlicher Hufbearbeitung, Vermeidung und Behandlung von Hufproblemen, Hufschuhe, Haltung, Ernährung, etc hinzufügen.

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natürlich laufen- natürlich barhuf
natürlich laufen- natürlich barhuf

Strahlfäule

Das sind Aufnahmen von Cheyennes Hufen vom Januar 2012. Man sieht eine weit fortgeschrittene Strahlfäule, die das hintere drittel des Strahls bis zu den Ballen wegerodiert hat. Die mittlere Strahlfurche ist, vom Rand der Ballen gemessen, bis zu zwei Zentimeter tief und reicht bis in den Haaransatz. So etwas macht Pferde  fühlig, oder sogar lahm.  Echte Strahlfäule geht nicht von alleine weg, eine Behandlung ist zwingend erforderlich. Cheyenne lief sehr klamm, wollte nicht vorwärts gehen und zeigte Zehenfussung. 

Durch Bakterien und Pilze entstehen im Strahl tiefe Taschen. Auf den Bildern mit einem Wattestäbchen markiert um das Ausmaß deutlich zu machen. Wie konnte es so weit kommen? Sicherlich entsteht Strahlfäule nicht über Nacht, dennoch konnte ich es damals erst erkennen als es schon zu spät war. Lange verstand ich auch den Zusammenhang von schlechtem Laufen und Strahlproblemen nicht. Da der Strahl für die Stoßdämpfung enorm wichtig ist, kann man sich vorstellen dass ein "zerfressener" Strahl das korrekte Auffußen auf den Trachten unangenehm, wen nicht unmöglich  macht. Es tut den Pferden tatsächlich weh. Über die Ursachen von Strahlfäule kursieren viele Theorien und Ansichten. 

hl,nach 3 Monaten füllt sich der Strahl langsam wieder auf, hat aber noch nicht vollständigen Bodenkontakt erreicht

Mangelnde Stallhygiene allein, kann aber, meiner Meinung nach, nicht der einzige Grund sein. Denn selbst in stark verkoteten Ställen, erkranken nicht zwangsläufig alle Pferde an Strahlfäule. Ein gesundes Pferd mit funktionsfähigem Strahl, hat genug abwehrkräfte gegen Pilze und Bakterien. Ein Faktor der Strähle anfälliger für Bakterien und Pilze macht, verursachen viele Hufbearbeiter selbst, indem sie durch fleißiges beschneiden des Strahls, diesen regelmäßig ihrer Schutzschicht berauben. Daher bin ich dagegen den Strahl zu beschneiden. Auch ein kranker Strahl muss nicht geschnitten werden. Das Hufbild auf meiner Startseite zeigt Cheyennes Huf ein dreiviertel Jahr später, der Strahl wurde seit der Strahlfäule im Januar nicht mehr geschnitten.

vr, September 2012, gesunder Strahl

Die Behandlung erfolgte nur durch konsequente Bearbeitung der Hufe nach NHC und desinfizieren des Strahls mit einer Jodoform-Äthersalbe und "ausstopfen" der mittleren Strahlfurche.

Ein halbes Jahr nach der schlimmen Strahlfäule sind alle Strähle gesund und haben sich, ohne noch ein einziges mal geschnitten worden zu sein, zu funktionsfähigen Stoßdämpfern entwicklet.

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© Antje Schmieder